Gut zu wissen

Rund ums Thema Mietwohnungen haben wir hier für dich ein paar hilfreiche Infos zusammengestellt und wichtige Begriffe erklärt:

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Dauerauftrag

Um deine Miete zu zahlen, kannst du z.B. einen Dauerauftrag bei deiner Bank oder direkt per Online- Banking einrichten. Die Bank überweist dann jeden Monat automatisch die Miete von deinem Konto an deinen Vermieter.

Gasetagenheizung/Nachtspeicherheizung (?)

Wenn Wohnungen mit Einzelheizungen ausgestattet sind, sind die Kosten meist nicht in der Warmmiete enthalten, sondern werden vom Mieter direkt mit dem Versorger (z.B. Stadtwerke) abgerechnet. Auskünfte über die zu kalkulierenden Vorauszahlungen kannst du beim Vermieter, dem Vormieter deiner Wohnung und beim Versorgungsunternehmen erhalten. 11. Begriffserklärung/Glossar Gebühreneinzugszentrale (GEZ) Unter GEZ-Gebühren versteht man Gebühren für Rundfunkteilnehmer, die ein Rundfunkgerät zum Empfang bereithalten. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du einen Antrag auf Gebührenbefreiung stellen (z.B. Leistungen nach SGB II, SGB XII, BAföG). Nähere Informationen und aktuelle Preise findest du unter: www.gez.de

Genossenschaft und Genossenschaftsanteile

Um eine Genossenschaftswohnung anzumieten, musst du Mitglied dieser Genossenschaft werden. Hierzu ist der Erwerb von Geschäftsanteilen notwendig. Die Anzahl und Höhe der Anteile kann von Genossenschaft zu Genossenschaft variieren. Dadurch entfallen in der Regel die sonst üblichen Kautionszahlungen. Bei Kündigung der Wohnung bleibt deine Mitgliedschaft bestehen. Diese muss separat gekündigt werden. Hierbei gibt es unterschiedliche Fristen zur Kündigung und Auszahlung. Schau in die jeweilige Satzung!

Haftpflichtversicherung

Die wichtigste Versicherung überhaupt. Sie leistet Schäden, die du bei anderen verursachst. Eine kleine Unachtsamkeit kann große Folgen haben. In diesen Fällen verhindert diese Versicherung unter Umständen den finanziellen Ruin. Die Prämie von ca. 5 € * pro Monat ist daher auf jeden Fall gut angelegtes Geld.
* Je nach Anbieter unterschiedliche Prämien

Hausordnung

In der Hausordnung sind all die Dinge geregelt, die das Zusammenleben zwischen dir und deinen Nachbarn erleichtern sollen.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung ersetzt im Falle eines Falles dein Mobiliar bei Zerstörung, z.B. bei einem Brand oder einem Wasserschaden. Eine Hausratversicherung ist auch nicht teuer, ca. 5 € bis 8 € * pro Monat.

Haustiere

Kleintiere (z. B. Hamster, Wellensittiche) darfst du ohne Erlaubnis des Vermieters halten. Bei größeren Tieren sprich vorher unbedingt deinen Vermieter an und frag, ob du eine Genehmigung brauchst.

Kündigung

Solltest du aus deiner Wohnung wieder ausziehen wollen, so gilt hier die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Nur in Ausnahmefällen kannst du fristlos kündigen (z.B. wenn du dich durch deinen Vermieter oder durch andere Hausbewohner massiv gestört fühlst, oder deine Gesundheit durch nicht von dir verursachte Schimmelbildung gefährdet ist). Die fristlose Kündigung vom Mieter ist nur dann wirksam, wenn du dem Vermieter vorher schriftlich und mit Fristsetzung die Möglichkeit gegeben hast, die Mängel zu beseitigen/Abhilfe zu schaffen. Übrigens hat auch dein Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, dir fristlos zu kündigen (Zahlungsverzug, massive Störung des Hausfriedens etc).

Lastschrifteinzugsverfahren

Alternativ zum Dauerauftrag kannst du deinem Vermieter auch eine Genehmigung erteilen, die monatliche Miete per Lastschrifteinzugsverfahren von deinem Konto abzubuchen.

Miete und Nebenkosten

Die Kaltmiete (abgekürzt KM) ist die so genannte Grundmiete ohne die Kosten für Heizung, Wasser, Müllabfuhr und andere Nebenkosten. In der Warmmiete (abgekürzt WM oder KM + NK) sind diese Nebenkosten bereits enthalten. Kaltmiete und Nebenkosten müssen im Mietvertrag stehen. Es ist gesetzlich festgelegt, dass die Kaltmiete nicht mehr als 20% über der ortsüblichen Vergleichsmiete, dem Mietspiegel, liegen darf. Was über diesen 20% liegt, müssen Mieter nicht bezahlen und zu viel bezahlte Miete kann sogar noch nachträglich zurückverlangt werden. Nebenkosten: Das sind im Wesentlichen Kosten für Heizung, Strom, Wasser, Müllabfuhr, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Hausreinigung, Aufzug, Beleuchtung, Gartenpflege, Schornsteinreinigung, Hauswart und Gemeinschaftsantenne. Die Nebenkosten werden für jeden Haushalt einzeln abgerechnet. Du zahlst deine Nebenkosten monatlich zusammen mit der Kaltmiete. Der Vermieter muss einmal im Jahr eine genaue Verbrauchsabrechnung vorlegen und eventuell zu viel bezahlte Nebenkosten zurückzahlen. Sind die Nebenkosten sehr gering veranschlagt, kann es auch passieren, dass dich am Ende des Jahres eine Nachzahlung erwartet. Allerdings sind nicht alle abgerechneten Nebenkosten auch erlaubt. Kosten, die nicht in die Nebenkostenabrechnung gehören: Verwaltungs- und Reparaturkosten, Mietausfall- und Umweltschäden, Versicherungen außer der Gebäudeversicherung, Pförtner- oder Überwachungskosten, wenn nicht ausdrücklich vereinbart.

Ruhezeiten

Natürlich darfst du in deinen „eigenen vier Wänden“ Musik hören, feiern etc. Allerdings sind die allgemein gültigen Ruhezeiten (mindestens die gesetzlich vorgeschriebenen zwischen 22 und 6 Uhr) zu beachten. Näheres regelt meist die Hausordnung. Laute Partys sind auch zu anderen Uhrzeiten keine Selbstverständlichkeit! Eine Vorankündigung bei den Nachbarn kann manchmal Wunder bewirken und sie drücken ein Auge zu. Nimm Rücksicht auf deine Nachbarn!

Strom

Diese Kosten hängen stark vom individuellen Verbrauchsverhalten ab. Auch ist zu berücksichtigen, ob das Warmwasser in der Wohnung elektrisch erhitzt wird. Wenn du 50 € pro Monat kalkulierst, bist du auf der sicheren Seite. 11. Begriffserklärung/Glossar Telefon und Internet Für Telefon- und Internetflatrate sind 20 bis 30 € im Monat zu kalkulieren.

Umbauten

Wie die Wände gestrichen werden, welcher Teppich verlegt wird, welche Möbel gestellt werden, kannst du alleine entscheiden. Anders sieht es mit Umbauten, d. h. baulichen Veränderungen (z.B. Einziehen einer Wand) aus. Hier brauchst du auf jeden Fall die schriftliche Genehmigung des Vermieters. Bauliche Veränderungen ohne vorherige Genehmigung können z.B. bei deinem Auszug zu hohen Kosten führen! Aber auch im Falle der Genehmigung bist du bei Auszug dazu verpflichtet, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.

Untervermietung

Für Untervermietung brauchst du grundsätzlich die Zustimmung deiner Vermieter. Allerdings muss der Vermieter bei einem "berechtigten Interesse" des Mieters zustimmen. Hier einige Beispiele: Du hast eine 2-Zimmer-Wohnung gemietet und bist plötzlich arbeitslos geworden. Du kannst alleine die Miete nicht mehr aufbringen und willst deshalb ein Zimmer untervermieten. Oder du willst drei Monate ins Ausland und suchst für die Zeit eine Zwischenmieterin. Auch dem Einzug deines Freundes oder deiner Freundin müssen die Vermieter zustimmen. Was nicht geht, ist eine 3-Zimmer-Wohnung anzumieten und direkt bei Einzug daraus eine WG zu machen. Da musst du schon vorher deine Karten offen auf den Tisch legen.

Wohnberechtigungsschein (WBS)

Für den Bezug einer öffentlich geförderten Wohnung ist ein WBS erforderlich. Voraussetzung für die Ausstellung eines WBS ist die Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen.

Wohngeld

Wohngeld ist ein finanzieller Zuschuss des Staates zur Deckung der Miete. Ausgeschlossen von dieser Leistung sind Empfänger von Leistungen nach dem SGB II, Auszubildende sowie Studenten, die einen BAföG-Anspruch haben (wenn sie alleine wohnen bzw. der gesamte Haushalt BAföG-berechtigt ist). Zahlreiche Informationen findest du auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung www.bmvbs.de