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Eins und eins macht drei - wir haben jetzt einen Hund

EINS:Tabuthema vs.
ZWEI:AnsichtssachE

kennst du das?

Ping… und wieder eine neue WhatsApp Gruppe. Lauras Babyparty. Yey… ich kann mich kaum halten vor Freude. Augenrollend lege ich das Handy weg und versuche den Nachrichtensturm der Babywütigen zu ignorieren. Moment mal. Jetzt fühle ich mich schlecht. Ich mag Laura, sie ist meine Freundin. Ich mag sie sehr. Ich müsste doch jetzt eigentlich im Herzchenmodus Babybodies bei H&M shoppen oder zumindest eine Windeltorte bauen oder? Das machen jedenfalls alle anderen so. 

Eins, Zwei oder Drei.

Ich nicht. Für mich ist dieses Thema einfach wie ein Stein im Schuh beim Autofahren. Nervig! Irgendwie sind alle in meinem Alter entweder Eltern oder schwanger, verheiratet oder haben es vor. Glückwunsch. Sie haben all das erreicht, was ich dachte, mit 25 Jahren auch erreicht zu haben. Und im übrigen auch das, was die Gesellschaft im Allgemeinen so für uns vorsieht. Erst recht wenn du Ü30 bist. “Wie du bist Single?”, “Ach und willst du keine Kinder?”, “Was ist los mit dir?”. 

Na? Schon mal solche Unterhaltungen geführt?

Kann richtig nerven. 

Karriere-planung first

Denn manchmal fühlt es sich so an, als ob man nirgends hingehört, nur weil man Schema F nicht erfüllt hat. Eigentlich ist man mit seinem Leben zufrieden oder hat sich mit den Umständen arrangiert, versucht das beste aus der Situation zu machen. Und wenn du denkst, dass du dich endlich damit wohlfühlst, kommt einer um die Ecke und hält dir noch einmal vor Augen, wie alt du eigentlich bist und wedelt symbolisch mit dem Hausaufgabenheft. Vielen Dank. Habe ja fast vergessen, dass ich meinem Leben einen Sinn geben muss.

Ich kann Frauen gut verstehen, die sich bewusst gegen Nachwuchs entscheiden. Sie leben einfach ihr Leben, unabhängig und mit sich im Reinen. Sie vermissen nichts und lassen sich von nichts und niemanden unter Druck setzen. Sie fühlen sich auch ohne Kind komplett. Bei vielen Paaren heißt es oft: ein Baby würde unser Glück perfekt machen. Ist das so? Oder vielmehr: ist es ohne Kind nicht perfekt? 

Ich finde diese Aussage immer etwas traurig. Heutzutage überhaupt den passenden Deckel zum Topf zu finden ist ja schon nicht leicht. Wenn man dann aber glücklich zusammen ist, und das immer noch nicht als perfekt empfindet und sogar das Gefühl hat, dass da noch etwas fehlt, sorry, das finde ich traurig.

stimmt mit mir was nicht?

Der Kinderwunsch liegt logischerweise in der Natur der Frauen. Ich kenne keine, die nicht wenigstens schon einmal darüber nachgedacht hat, wie es wäre, schwanger zu sein. “So ein kleiner Minimensch, der so aussieht wie eine Mischung aus ihm und mir, wär bestimmt großartig.” sagte meine Freundin Anni immer, wenn es ums Thema Kind ging. Sie hat sich in den leuchtendsten Farben ausgemalt, wie stolz sie sein würde als Mutter und wie glücklich sie es machen würde, eine eigene kleine Familie zu gründen. 

Sie hat auch tatsächlich alles daran gesetzt, sich und ihrem Freund den gemeinsamen Traum zu erfüllen. Zwischen der Entscheidung die Pille abzusetzen und dem letzten negativen Schwangerschaftstest vergingen Jahre. Unzählige Gespräche mit der Ärztin, Yoga, gesunde Ernährung,
Temperaturdiagramme und Eisprungtests: Anni ist jetzt eine Expertin auf dem Gebiet. Mama ist sie noch immer nicht. Dafür aber ihre Cousine, eine Kollegin und Annis beste Freundin. Dabei wusste sie noch nicht mal, dass ihre beste Freundin überhaupt ein Baby wollte. Wollte sie auch nicht. Es war wohl ein “Unfall”. Ich erinnere mich genau, wie sie bei mir in der Küche saß, wie gelähmt vor Schmerz, mit leerem Blick und Tränen im Gesicht. “Was stimmt nicht mit mir? Warum zur Hölle alle anderen und nur ich nicht?” Es erschien ihr so ungerecht, dass selbst die Frauen in ihrer Umgebung wie von Zauberhand schwanger wurden, selbst wenn sie nicht wollten. Und Anni hatte doch alles dafür getan und sich unerbittlich, wie ein Streber, mit dem ganzen Thema beschäftigt.

“Andere werden einfach auf dem Discoklo schwanger oder es passiert bei irgendwelchen Affären aus Versehen, und ich? Ich verstehe das einfach nicht.” Jeder Versuch ihr zu erklären, dass so etwas Zeit braucht und unter Druck sowieso nichts passiert, scheiterte. Jeden Monat aufs Neue traf sie die Gewissheit, dass die Hoffnung wieder vergebens war, wie ein Schlag ins Gesicht.

Diese ständige Trauer und das Gefühl ein Versager zu sein, begleitete sie einige Jahre. Der Beziehung tat das überhaupt nicht gut. Ihr Freund, der anfangs dachte, dass er nur “heiße Luft” zum Thema beträgt, ließ sich sofort beim Arzt testen. Stolz präsentierte er Anni sein Ergebnis: 

“Also an mir liegts nicht!”. 

Wow, das hat gesessen. Wahrscheinlich hat er das gar nicht so gemeint aber mit diesem Spruch machte er sie dafür verantwortlich, dass es bisher nicht geklappt hat. Der Druck lastete immer schwerer auf ihr. “Weißt du, ich liebe diesen Mann und will, dass er glücklich ist. Mit mir wird er sich den Traum einer Familie nicht erfüllen können. Vielleicht sollten wir uns besser trennen. Ich will nicht schuld sein, dass er seine Träume nicht leben kann.” meinte sie an meinem Küchentisch nach drei Gläsern Rotwein. Krass. Die Idee dahinter ist natürlich lobenswert aber ist es nicht fatal, seine große Liebe deshalb zu verlassen? Geht es denn nicht eigentlich um diese zwei Menschen? Fakt ist, diese zwei Menschen, das Paar, die Verliebten, es gibt sie nicht mehr wenn erst einmal das Baby da ist. Sie sind Eltern. Oder wie ich es gerne nenne: Sklaven. Alles, aber auch absolut alles dreht sich um den Sprössling. 

Habt ihr schon mal versucht, mit frisch gebackenen Eltern ein Gespräch über die Arbeit, über Freunde oder den nächsten Urlaub zu führen? Vergesst es! Es funktioniert nicht mehr. Fragt mal eine Mutter wie alt das Baby ist. Es wird sich so anhören: 14 Monate. Aha, okay also ein Jahr und 2 Monate. Zusammen ausgehen ist übrigens auch nicht mehr drin. Der Winzling bestimmt einfach alles: wann man aufsteht, ob und wieviel man noch arbeiten gehen kann, wann es Essen gibt und wie lange man unterwegs ist. Feuchttücher alle – Ausflug beendet.

Der komplette Fokus liegt auf dem Kind. Soll ja auch so sein, der kleine Mensch ist ja auch noch nicht allein überlebensfähig. Also geben Mama und Papa alles, um dem Kind auch möglichst jeden Wunsch von den süßen Augen abzulesen. 

 Und das meine lieben Freunde, ist harte Arbeit. Das ist Stress und strengt an. Paare, die harmonisch ohne nennenswerte Probleme zusammen gelebt haben, streiten sich häufiger.

Bei jedem Elternteil bleibt nun der Ausgleich durch Freizeit und Freundschaften auf der Strecke. Der Schlafrhythmus ist gestört und die Nerven liegen schneller blank. Männer fühlen sich vernachlässigt als “Mann”. Sie beklagen, dass sie von den Frauen nur noch als Daddy gesehen werden. Gleichzeitig verstehen sie nicht, warum sich ihre Liebste optisch so gehen lässt. Kein Make-up mehr, nur noch ein Haar-Burger auf dem Kopf, vollgekotzte Shirts und schlechte Laune.

 Das sind die Fakten, die es eben “früher” in der Lovestory nicht gab. Das belastet die Beziehung und leider trennen sich viele Paare auch, wenn das Kind noch klein ist. Wie war das mit dem “perfekten Glück” nochmal? Eine heikle Geschichte. Ein Baby verändert alles, das ist Gesetz und alle Eltern stimmen mir in diesem Punkt zu. Aber vielleicht will diese Veränderung auch einfach nicht jeder durchleben. Ich kenne auch Pärchen, die sich lieber einen Hund in ihre Mitte geholt haben. “Ist ja unser Baby” sagen die stolzen Eltern dann. Und man möchte es nicht glauben, auch der kleine flauschige Nachwuchs kontrolliert unweigerlich das Leben der beiden. Gassi gehen im Regen, Urlaub nur noch mit dem Auto weil das Kind nicht in den Flieger darf oder Flugangst hat oder Streit um den besten Platz auf der Couch. 

Wie auch immer ihr euch entscheidet, denkt bitte daran: Es gibt Menschen unter uns, die sich anders entscheiden und diejenigen, die einfach keine Wahl haben. Etwas weniger Zeigefinger und dafür etwas mehr Verständnis. Das wäre doch mal ein Anfang. 

Und wenn ihr ein Katzen-/Hunde-/Arbeits- oder tatsächlich ein Kinderzimmer braucht, haben wir ganz vorurteilsfrei die Lösung.

Deutsche Stiftung Denkmalschutz brandenburgischer baukulturpreis 2011 -  Kategorie UMBAU
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