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Eure Bloggerin aus Hütte

01

Du musst deine Gefühle zulassen. Sind zu!

Es ist ein sonniger Samstagnachmittag. Auf dem Weg zu einer Freundin komme ich an einem Spielplatz vorbei. Eine junge Frau schubst ihren kleinen Sohn auf der Schaukel an. Der Kleine, ich schätze etwa 4 Jahre alt, dick eingepackt in seiner grün-blauen Winterjacke, lacht und jauchzt laut durch den ganzen Hof. Süß, dachte ich mir. Diese Leichtigkeit in einem Kinderlachen. Ich schaue weiter zu und im nächsten Moment lässt der Kleine die Ketten mit den Händen los und fällt kopfüber in den Sand. Es folgte ein markerschütterndes Geschrei. Mir tat das schon vom Hinschauen weh. Die junge Frau hob den Kleinen auf. Als sie feststellte, dass er keine ernsthaften Verletzungen hatte hörte ich sie etwas sagen, was wahrscheinlich jeder von uns schon einmal gehört hat: “ Hör jetzt auf zu heulen! Bist du ein Mädchen?” Gefolgt vom Evergreen der Erziehungssprüche: “Ein Indianer kennt keinen Schmerz!”. Der kleine Indianer aber jammerte weiter. Als ob die Schmerzen und der Schock verschwinden, nur weil Mama eine Ansage macht. Lächerlich. Er brüllte einfach weiter seinen Schmerz raus. Selbst als ich schon sehr weit vom Spielplatz entfernt war, hörte ich noch das energische Schimpfen der Mutter. Wenn ich so darüber nachdenke, ist es schon von einem kleinen Jungen sehr viel verlangt, den Schreck und den Schmerz einfach weg  zu atmen. Das schaffen wir Erwachsenen ja selbst nicht immer.

02

Heulsuse, Memme oder doch Harter Kerl

Bei erwachsenen Männern wird das aber vorausgesetzt. Und Hand aufs Herz: Die Vorstellung, dass ein Mann vor Schmerzen bitterlich weint, weil er mit dem kleinen Zeh am Tischbein hängen geblieben ist, ist schon etwas seltsam. In einer der unzähligen Mädelsabende kam das Thema auch mal auf den Tisch. “Männer müssen stark sein, mit einer Heulsuse kann ich nichts anfangen”, “Ich brauch keine Memme” oder “So ein Waschlappen!” hieß es häufiger. Viele, wenn nicht sogar die meisten Frauen haben also ein klares Bild von dem, was angeblich männlich und damit anziehend ist. Mir stellt sich daraufhin die Frage, ob wir wirklich nur mit emotionslosen Kriegern zusammen sein möchten? Ganz bestimmt nicht. Aber wann darf ein Mann seine Gefühle und Emotionen offenbaren? Wann ist es für einen Mann angemessen, zu weinen? Wie oft und in welchen Situationen darf er ein Tränchen verdrücken ohne gleich als Weichei dazustehen? Diese Fragen sollten sich Frauen hin und wieder stellen und selbst beantworten. Männer werden sich nur in den seltensten Fällen dazu äußern. Sie wurden durch ihre Erziehung und später durch die Gesellschaft auf Härte geprägt. Und in unserer Gesellschaft ist es eben normal, dass Frauen oft weinen und nicht mal wissen warum wobei Weinen bei Männern als No-Go gilt, wenn nicht jemand gestorben ist und es Tränen der Trauer sind. Gefühlsausbrüche, Verzweiflung und Schwäche sind etwas für Mädchen. Soweit die gängige Praxis. Anthropologisch gesehen ist aber die weibliche Spezies viel leidensfähiger. Nicht umsonst bringen Frauen die Kinder zur Welt und nicht umsonst gibt es den dramatischen Männerschnupfen. Wir stecken physisch so einiges weg und entladen uns aber dafür umso kräftiger auf der emotionalen Schiene. Gleichzeitig erwarten wir von den Männern, dass sie beides im Griff haben und zwar möglichst immer. Männer wissen das. Sie mussten sich schon damals auf dem Pausenhof beweisen. Dort ging man gnadenlos unter, wenn man auch nur ansatzweise Schwäche zeigte. Sie sind bereits in der Jugend pausenlos damit beschäftigt gewesen, männlich und stark zu wirken. Über Gefühle wird nicht gesprochen, der erste Liebeskummer wird mit fünf Bier weggespült und wer heult, wird verkloppt. Und so ziehen sie das durch, manche ein Leben lang. Sie reden selten bis gar nicht über Dinge, die sie traurig machen und leiden einfach still und leise für sich. Dieses anerzogene Verhalten führt wiederum dazu, dass sie oft kühl und unnahbar wirken. Gerade wenn es also um unangenehme Gefühle geht, machen Männer zu.

03

Darum Geht in diesem Artikel

Gefühle
100%
Männer & Frauen
90%
Stärke zeigen
95%
Tapetenwechsel
95%
Tränen und Freude
80%
Vorurteile
70%

04

Ablenkung ist die beste Medizin.

Werden Männer verlassen, ist das nichts anderes. Die Phasen, die Männer nach einer Trennung durchleben, zeichnen sich im Wesentlichen durch Verdrängung und Ablenkung aus. “Ablenkung ist die beste Medizin!” hab ich letztens erst gehört. Ist das so? Das habe ich hinterfragt und mehrere Gespräche mit Männern unterschiedlichen Alters geführt, die sich auch in ihren Lebensstilen und Trennungs-geschichten stark unterscheiden. Die Antworten haben sich dennoch erschreckend stark gedeckt. Wenn der erste Schreck vorbei ist, wird der Schmerz und die Enttäuschung unterdrückt. Männer heulen eben nicht. Sie konzentrieren sich zunächst auf sich selbst. Und das in einer Weise, die sie oberflächlich vergessen lässt, dass sie etwas zu verarbeiten haben. Der erste Weg ist meistens der zur nächsten Party. Sie scharren die Kumpels um sich, denn in der Gruppe ist man stärker und Man(n) lässt sich mitreißen mit der guten Laune der Anderen. Ein Schulterklopfen und “Wir finden eine bessere für dich!” ist dann der Einstieg in den Egotrip. Sie flüchten in unverbindliche Affären, wollen aufholen, was in der letzten Beziehung auf der Strecke geblieben ist. Sie suchen nach Beachtung und Bestätigung, weil sie es so lang schon vermissen, im Mittelpunkt zu stehen. Und ein weiterer Punkt: sie versuchen damit Stärke zu vermitteln. Niemand soll merken, dass sie eigentlich am Boden zerstört und völlig orientierungslos sind. –

05

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06

Liebeskummer und Trennungsschmerz

Ist das Wochenende vorbei und vielleicht die ein oder andere Telefonnummer gesichert, geht es mit voller Kraft an die Arbeit. Hier ist Man(n) produktiv, wird geschätzt und gebraucht. Am Arbeitsplatz ist keine Zeit und kein Raum für negative Gedanken. Auch Sport ist ein beliebtes Mittelchen, um bloß nicht nachdenken zu müssen. Der neu geborene Single-Mann verbringt hier zwar viel Zeit mit sich selbst aber auf gar keinen Fall wird die genutzt, um das eigentliche “Übel” zu verarbeiten. Beim Sport geht es um die Glückshormone, die so lange schon gefehlt haben. In diesem frühen Stadium nach einer Trennung sind viele Männer besonders affin für alles, was glücklich macht. Exzessiver Sport, exzessives Feiern und leider häufig auch exzessiver Alkohol- und Drogenkonsum. Denn wenn die Glückshormone nicht ausreichen um den inneren Kampf gegen die Trauer und die Verzweiflung zu gewinnen, wird eben betäubt, was weh tut. Aber die Sehnsucht schwimmt immer oben – egal wieviel man trinkt. Liebeskummer und Trennungsschmerz begleiten Männer wesentlich länger als Frauen, weil die schmerzenden Gedanken und Gefühle eben nicht intensiv verarbeitet sondern nur beiseite geschoben werden. Und so kann Verdrängtes immer wieder an die Oberfläche gelangen und wie eine Narbe auch nach Jahren noch immer wieder aufreißen.

07

Tapetenwechsel, ganz wichtig!

Auffällig bei meinen Gesprächen war auch: sobald es um mehr geht, als ein gebrochenes Herz, lernen wir die Männer von einer ganz anderen Seite kennen. Sie tun Dinge, die zumindest für mich nur schwer nachzuvollziehen sind. In zwei Gesprächen erfuhr ich, dass die Verlassenen noch mit ihrer Ex im selben Bett schliefen, bis die räumliche Trennung erfolgte. Auf meine Nachfrage sagten beide, dass ihnen das völlig egal war, weil sie mit der Beziehung durch waren. Die Couch war keine Option, gibt nur Rückenschmerzen. Trotzdem stellt die gemeinsame Wohnung eine große Belastung für beide Seite dar. “Ich will einen klaren Schnitt, das geht nur wenn ich ausgezogen bin.” meinte Daniel. “Ich kann nicht von vorne anfangen, wenn “sie” ständig präsent ist.” Florian hingegen ging es nicht vordergründig um den Neuanfang. “Es war einfach unerträglich. Ich hab die Trennung nicht verstanden und wollte Antworten von ihr. Was ich aber bekam war nur Kälte und Ignoranz. Mir ging es sehr schlecht und wir sind uns bestmöglich aus dem Weg gegangen. Das gemeinsame Haus aber stand komplett dazwischen. Richtig hart wurde es, als sie mit ihrem Neuen dann hier im Haus war. Ich war zwar zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend aber mein Nachbar hat mir erzählt, dass die beiden sich ein schönes Wochenende gemacht haben. Das war wie noch einmal nach treten, tat sehr weh. Da war dann klar, das Haus muss weg.” Ich sehe den traurigen Blick während unseres Gesprächs. Florian hängt kein Stück mehr an seiner Exfreundin aber er trauert dem Haus hinterher, in das er soviel Herzblut investierte und es fällt ihm schwer, loszulassen. Wenn das Beziehungsende also erst einmal ausgesprochen ist, muss die räumliche Ordnung neu hergestellt werden. Sehr schwierig, wenn beide sich ein schönes Eigenheim zugelegt haben. Weniger schwierig, wenn es eine Mietwohnung ist? Nicht wirklich, nur günstiger für den Geldbeutel. Eine Wohnung ist schnell gefunden? Auch das nicht. Daniel klagte über den katastrophalen Immobilienmarkt in Fürstenwalde und Bad Saarow. “Ich wollte keinen Luxustempel mit Meerblick, nur eine ganz einfache Dreiraumwohnung.” Daniel verdrehte die Augen. Er faltet die Hände wie bei einem Gebet und streckt sie Richtung Zimmerdecke. “Im März! Endlich! Im März kann ich endlich umziehen!” Ich kann mir nicht nur berufsbedingt vorstellen, wie sehr er sich auf seine neue Wohnung freut. Micha, übrigens ein Mann wie ein Bär, verriet mir: “Ich geh doch nicht zurück zu Mutti. Bist du verrückt? Da schlafe ich lieber jeden Tag bei einem anderen Kumpel. Dafür hat man doch Freunde.” Wir erleben genau das nahezu täglich. Wenn die Wohnungsanfrage gestellt ist und dabei ist es egal, ob Frauen oder Männer eine neue Wohnung suchen: in Trennungsfällen muss es schnell gehen. Hütte ist zwar nicht Berlin, aber auch hier ist es schwer bis unmöglich, sofort umzuziehen. Wohnungen gibts genug aber leider sind diese meist in einem abgewohnten Zustand und nicht bezugsfertig. Die Renovierung dauert mehrere Monate. Monate, die an den Nerven der Getrennten zerren. Die ersten Wochen schlagen sich die Expartner noch tapfer. Sie finden Regelungen, sich aus dem Weg zu gehen. Aber monatelang funktioniert das einfach nicht. Wir verstehen das und arbeiten an verschiedenen Konzepten, um den Getrennten künftig schneller helfen zu können.

08

Klar, wir haben uns so geeinigt!

“Für unsere Emmy wird das sicher nochmal komisch, sie hat dann zwei Kinderzimmer. Eins bei Mama und eins bei mir.” schildert mir Max. Er ist Papa, so wie auch alle anderen Gesprächspartner. Und da sind sie: die ungefilterten Emotionen der Männer! Ausnahmslos alle vier werden plötzlich ganz still, wenn es um ihre Kinder geht. Daniel klammert sich an sein Bier und senkt den Kopf: “Sie ist ein schlaues Mädchen, sie hat alles mitbekommen. Wir haben versucht das so lange wie möglich vor ihr zu verbergen aber die Streitereien kamen aus dem Nichts. Sie weiß genau, dass Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben. Das tut mir in der Seele weh.” Auch Florian gibt zu, dass es für ihn die Hölle ist, seine Kinder nicht mehr jeden Tag um sich zu haben. Wie auch bei Micha wird eine vierzehntägige Regelung getroffen, nach der die Kids Mama und Papa regelmäßig sehen können. Aber was, wenn diese Regelung nicht eingehalten wird? Es ist leider in Deutschland noch so, dass die Männer das Nachsehen haben, wenn der Streit um die Kinder über Behörden und Gerichte ausgetragen wird. Max spürt das am eigenen Leib: “Klar haben wir uns so geeinigt. Aber sobald sie der Meinung ist, sie hat etwas anderes geplant oder es passt ihr eben gerade nicht, sagt sie ab. Manchmal glaube ich, sie weiß genau, wie sehr sie mir damit weh tun kann. Genießen Frauen solche Machtspielchen? Es ist nur wirklich fatal, dass sie nicht erkennt, was sie unserer Tochter damit antut.” Micha hat ein ähnliches Problem und auch keine “vernünftige” Lösung mit seiner Exfreundin: “Hauptsache der Unterhalt ist pünktlich überwiesen.” schnauzt er laut. Florian weint, als davon spricht, wie sehr er seine Kinder vermisst. Ich erlebe die geballte Ladung Gefühle: Traurigkeit, Sehnsucht, Verzweiflung und Wut. Es überrascht mich nicht, dass auf einmal alle am selben Punkt des Gesprächs, ihr Pokerface verlieren. Denn bei aller Coolness, Härte, Erziehung und Prägung sind Männer einfach nur Menschen wie du und ich. Mit Herz und Gefühlen. Statt uns darüber aufzuregen, dass der Ex die Trennung ja so leicht weggesteckt hat und kein bisschen traurig scheint, sollten wir uns mal fragen, ob wir immer fair zueinander waren. So platt das jetzt klingt aber Kommunikation ist alles. Reden hilft. Weinen auch. Und im besten Fall steht man gemeinsam auf und geht getrennte Wege in Freundschaft. Auch, wenn es “nur” für die Kinder ist.

Deutsche Stiftung Denkmalschutz brandenburgischer baukulturpreis 2011 -  Kategorie UMBAU
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